
Galt vor 20 Jahren Autismus noch als seltene Störung, schnellen die Prävalenzzahlen immer weiter nach oben. Welche Erklärungsmöglichkeiten gibt es dazu? Wie hängt das mit dem Spektrumsbegriff, der neuen Konzeption im ICD-11, dem Neurodiversitätsgedanken und dem Autismus-Bild in den (sozialen) Medien zusammen?
Wie sieht das konkrete diagnostische Vorgehen aus (Bewertung von Screeninginstrumenten, ADOS, Interviewleitlfäden)? Unterscheiden sich Männer und Frauen in den Kernsymptomen oder nur in den Bewältigungsstrategien und warum werden Frauen mit ASS wohl immer noch übersehen? Welche differentialdiagnostischen Erwägungen sind wichtig und welche begleitenden Probleme und Störungsbilder sind häufig (Abgrenzung und Überlappung zu ADHS, Zwang, Depression, Persönlichkeitsstörungen)? Wie kann man mit diagnostischen Unsicherheiten umgehen und mit den PatientInnen ein stimmiges Selbst bzw. Störungsbild entwickeln, das die möglichen Beeinträchtigungen validiert und gleichzeitig ein positives Selbstbild stärkt.
Videobeispiele sollen den diagnostischen Blick schulen und das Vorgehen veranschaulichen.
Das Seminar ist ein Angebot außerhalb der Zertifizierten Kölner Autismusweiterbildung.
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