Therapie / Förderung

Erstkontakt

Bestandteile dieses Erstkontaktes sind ein Gespräch mit den Eltern und eine parallel dazu stattfindende Diagnostikstunde mit dem Kind bzw. Jugendlichen.  Bei ganz jungen Kindern kann der Erstkontakt auf zwei Termine verteilt werden.

Ziel des Elterngespräches ist eine Erhebung der Anamnese, der Symptomatik und Erfassung der Lebenssituation anhand eines strukturierten Leitfadens bzw. Interviews (s. ADI-R). Zusätzlich werden mögliche Vorbefunde gesichtet, Vorbehandlungen besprochen und Erwartungen der Eltern abgeklärt.

In der Beobachtungs- und Diagnostikstunde mit dem Betroffenen wird i.d.R. ein standardisiertes Autismus-Diagnostikum (ADOS) durchgeführt und erfasst, ob und in welchem Ausprägungsgrad eine autistische Störung vorliegt. Weiterhin wird abgeschätzt, ob und welche autismusspezifischen Methoden hilfreich sein könnten. Die Diagnostikstunde wird per Video aufgenommen und später ausgewertet.

Bei erwachsenen KlientInnen kann der Erstkontakt je nach Problemstellung auch ohne die Eltern/BetreuerInnen oder als gemeinsames Gespräch durchgeführt werden. Auch das weitere Vorgehen wird je nach Voraussetzungen bei Erwachsenen modifiziert.
Zur Vervollständigung des Befundes wird ggf. telefonischer Kontakt mit VorbehandlerInnen und BetreuerInnen (z.B. Kindergarten und Schule) aufgenommen. Außerdem werden den Eltern  und evt. den Betroffenen entsprechende Screening-Fragebögen mitgegeben, die sie vor dem Auswertungsgespräch ausfüllen und zuschicken sollen.

 

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